Vorbearbeitung

Hinweise zur Vorbearbeitung der Werkstücke

Beim Tiefbohren auf Tiefbohrmaschinen werden keine Vorzentrierungen oder Pilotbohrungen benötigt. Gewinde, Kernbohrungen oder andere Senkungen sollten erst nach dem Tiefbohren eingebracht werden um Beschädigungen des Gewindes oder einen Spänestau während der Bearbeitung zu vermeiden.

Nachfolgend erhalten Sie eine Empfehlung, wie die Werkstücke für das Tiefbohren vorbearbeitet werden sollten. Bis auf diese Vorbearbeitung können die Teile unbearbeitet sein.

 

zylinderZylindrische Werkstückform mit zentrischer Tiefbohrung 

Rundmaterial mit zentrischer Tiefbohrung wird in Spannglocken (=Spannkonen) gespannt und sollte um einen optimalen Rundlauf und beste Ergebnisse zu erzielen daher beidseitig 30° angefast und geplant werden.


exzentrischZylindrische Werkstückform mit exzentrischen und/oder zentrischen Tiefbohrungen
Die Werkstücke werden in Prismen gespannt und sollten daher außenzylindrisch überdreht oder geschält sowie mindestens einseitig geplant sein. 


kubischKubische Werkstückform
Kubische Werkstücke sollten allseitig rechtwinklig gefräst und sonst unbearbeitet sein. 

 

Sind die Anforderungen an dem Bohrungsverlauf nicht sehr hoch, (z. B. bei Schmierbohrungen) können wir die Teile auch „sägeroh“ bearbeiten. Sie können somit direkt vom Lieferanten bei uns anliefern lassen und so einen Transportweg bzw. Arbeitsgang sparen. Hier ist allerdings eine genaue Abstimmung mit uns im Vorfeld erforderlich.